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Die Rolle und Geschichte der Two-Dollar-Broker

Ellie M. · 6. November 2025 · 2m ·
Investieren

Ein „Two-Dollar-Broker“ war ein Floor-Broker an Börsen wie der NYSE, der Aufträge im Namen von Kunden anderer Broker ausführte, wenn der Hauptbroker zu beschäftigt war oder kein Mitglied der Börse war.

Grundlagen

Früher bezeichnete „Two-Dollar-Broker“ ein NYSE-Mitglied, das Aufträge für die Kunden eines anderen Brokers ausführte. Diese Regelung kam zum Einsatz, wenn der primäre Broker zu sehr belastet war, um die Trades selbst zu bearbeiten. Außerdem unterstützte ein Two-Dollar-Broker Broker ohne Börsenmitgliedschaft auf dem Parkett, manchmal zusammen mit Brokern, die eine doppelte Präsenz für die Auftragsabwicklung hatten.

Kurzgeschichte

Diese Broker hießen „Two-Dollar-Broker“, weil sie für einen 100-Aktien-Trade 2,00 USD erhielten, wobei der tatsächliche Betrag je nach ausgehandelten Provisionen variierte. Trotz des Namens verdienten diese Broker oft mehr. Heutzutage ist der Begriff veraltet, weil elektronischer und Online-Handel das Parketthandeln weitgehend ersetzt hat. Die meisten Online-Broker sind Börsenmitglieder, sodass der Bedarf an solchen Brokern zurückgegangen ist. Zudem können bei vielen Aktien- und ETF-Trades mit Null-Kommissionen die alten 2,00-USD-Gebühren teuer wirken.

Rolle der Two-Dollar-Broker

Im Gegensatz zu kommissionsbasierten Brokern, die an bestimmte Firmen gebunden waren, agierten Two-Dollar-Broker als unabhängige Vertreter und arbeiteten oft freiberuflich für verschiedene Brokerhäuser. Diese Broker erhielten typischerweise eine Pauschale oder eine prozentuale Provision auf ihre Trades, bezahlt vom Broker, dem sie assistierten.

So funktionierte es: Wenn ein Kunde über seinen Hauptbroker einen Trade ausführte, führte der Two-Dollar-Broker den Trade auf dem Parkett für ihn aus. Während der Kunde eine Provision an seinen primären Broker zahlte, ging ein Teil dieser Provision an den Two-Dollar-Broker, womit dieser als Drittanbieter- oder Durchleitungsbroker fungierte.

Änderungen in den Provisionsstrukturen, angetrieben von Wettbewerb, Technologie und Zahlungsoptionen, haben die Floor-Brokerage verändert. Heutzutage erzielen Broker ihre Einnahmen eher aus Handelsprovisionen und anderen Geschäftsmodellen als aus traditionellen Festgebühren.

Fazit

Auch wenn elektronischer und Online-Handel die Rolle der Two-Dollar-Broker weitgehend ersetzt hat, spielten sie eine wichtige Rolle in der Geschichte des Parketthandels an Börsen wie der NYSE. Diese unabhängigen Agenten verwalteten Aufträge von Kunden anderer Broker und wurden entweder mit einer Pauschale oder einer prozentualen Provision bezahlt. Ihre Funktion als Durchleitungsbroker trug zur effizienten Abwicklung von Trades an der Börse bei.

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