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Was ist der Emerging Markets Internet & Ecommerce ETF (EMQQ)?

Ellie M. · 9. Dezember 2025 · 3m ·
Investieren

In den letzten zehn Jahren haben Anleger großes Interesse an Emerging Markets und Internettechnologien gezeigt. Um von diesem Trend zu profitieren, wurde der Emerging Markets Internet & Ecommerce ETF (EMQQ) 2014 aufgelegt. Der ETF konzentriert sich speziell auf Unternehmen in Schwellenländern, die in internet- und technologiebezogenen Branchen tätig sind.

Grundlagen

Im dynamischen Bereich der Exchange-Traded Funds (ETFs), vergleichbar mit der weitreichenden Landschaft der Finanzen, treten stets bestimmte Muster und wachsende Sektoren in den Vordergrund. Emerging Markets (EM) und das Internet sind dabei zentrale Schwerpunkte. Obwohl ETFs, die sich auf diese Bereiche konzentrieren, keinen Erfolg garantieren, belegen ihre jüngsten Entwicklungen ihr Potenzial.

Aus all diesem Interesse heraus verschmelzen diese Schwerpunkte in einem ETF. Hier kommt EMQQ ins Spiel, die Abkürzung für den Emerging Markets Internet & Ecommerce ETF. Dieses besondere Produkt verdeutlicht die latent vorhandene Stärke der Kombination von aufstrebenden EM und dem digitalen Raum.

Zur Erklärung des Gedankens hinter der Entstehung von EMQQ erläutert Kevin Carter, der visionäre Initiator, kurz in den Seiten des angesehenen Wall Street Journal sein Teamziel: "Die schnellste Expansion in den am schnellsten wachsenden Märkten vorantreiben." Carters Ausführungen gehen weiter und beleuchten das bemerkenswerte Phänomen, wonach "viele in die Reihen zahlender Verbraucher aufsteigen", was einen Paradigmenwechsel bewirkt, indem handliche Computer als Treiber des Konsums fungieren. Parallel dazu setzt sich die weltweite Verbreitung von Smartphones und Tablets unvermindert fort und hat in jüngerer Zeit deutliche Spuren hinterlassen.

Internet-zentrierte Umsatzorientierung: EMQQs strategischer Fokus

Hin zu einem onlinegetriebenen Finanzmodell entfaltet sich EMQQ als ein sorgfältig konzipiertes Instrument, das einen Index abbildet, der börsennotierte Unternehmen vereint. Diese Firmen, überwiegend in aufstrebenden oder sich entwickelnden Märkten verwurzelt, generieren ihre Umsätze vornehmlich durch digitalen Handel oder Internetdienstleistungen. Nur Konzerne mit einer Marktkapitalisierung von mindestens $300 million sind für das Portfolio qualifiziert.

Bei der Betrachtung eines Mikrokosmos der führenden Vermögenswerte, die EMQQ umfasst, finden sich bekannte Internetgrößen in seinem Portfolio. Dazu zählen unter anderem Tencent Holdings Limited (TCEHY), Alibaba Group Holding Limited (BABA) und Baidu, Inc. (BIDU).

Der ETF wurde 2014 gegründet, doch in den ersten beiden Jahren stagnierte seine Entwicklung und zeigte eher einen Rückgang als einen Aufwärtstrend. Gründer Carter erklärt dieses Rätsel damit, dass damals eine gewisse Gleichgültigkeit gegenüber Emerging Markets vorherrschte. Obwohl die zugrunde liegenden Vermögenswerte des Fonds in den folgenden Zyklen in Bezug auf Umsatz und Gewinn florierten, hemmte das vorherrschende Sentiment auf den Finanzmärkten EMQQs Aufschwung und blockierte größere Erfolge.

Wandelnde Anlegerstimmungen: Ein neues Umfeld

Seitdem hat sich das Anlegervertrauen deutlich verändert. Heute richten viele Anleger ihren Fokus gezielt auf ETFs, die in Emerging Markets investieren. Dieser Trend spiegelt sich in den Beobachtungen von Neena Mishra, Leiterin der ETF-Forschung bei Zacks Investment Research, wider. Mishra weist darauf hin, dass Anleger mittlerweile Sorgen über die "hohen Bewertungen US-amerikanischer Aktien" und politische Streitigkeiten in Washington haben.

Im deutlichen Kontrast dazu hat die Attraktivität von EM-Aktien stark zugenommen. Diese Renaissance ist maßgeblich auf das Wachstum der Unternehmensgewinne und eine gestärkte makroökonomische Basis weltweit zurückzuführen. Im Kern beschreibt Mishra die aktuelle Ausrichtung des Fonds und betont seine ausgeprägte Nähe zu China. Dennoch erscheint eine Diversifizierung plausibel, wie sich in der möglichen Ausweitung auf ein breiteres Spektrum zeigt. Mishra deutet an, dass künftig "dynamische E‑Commerce- und Internetunternehmen" aus Regionen wie Indien, sobald sie an die Börse gehen, stärker berücksichtigt werden könnten.

Fazit

Mit dem Wachstum der Mittelschichten in dicht besiedelten Ländern entstehen neue Chancen für E‑Commerce. Dieser Wandel wird zusätzlich von Indiens staatlichen Maßnahmen vorangetrieben, die nach der Entwertung von Banknoten im November 2016 eine geldpolitische Anpassung auslösten. Die Erwartungen werden durch eine von KPMG zitierte Studie bei Seeking Alpha verstärkt, die ein globales E‑Commerce-Wachstum prognostiziert, das sich bis 2020 möglicherweise verdoppelt und auf einen Wert von rund $4,1 Billionen steigen könnte.

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