Ethereum in 2026: Warum Vitalik Buterin die L2-Erzählung abkühlte — und was das für ETH bedeutet
Ethereum in 2026: Warum Vitalik Buterin die L2-Erzählung abkühlte — und was das für ETH bedeutet

Ethereum in 2026: Warum Vitalik Buterin die L2-Erzählung abkühlte — und was das für ETH bedeutet

Alice Cooper · 11. Februar 2026 · 4m

Haftungsausschluss: Dieses Material dient nur zu Informationszwecken und ist keine Anlageberatung.

Anfang Februar 2026 entfachte Vitalik Buterin eine Debatte, die zwei der empfindlichsten Themen von Ethereum zugleich traf: warum der Markt Dutzende nahezu identische L2s braucht und warum die vertraute Erklärung „L2s existieren, um Ethereum günstiger zu machen“ nicht länger als universelles Argument taugt.

Was Vitalik eigentlich kritisiert

Der Kernpunkt ist einfach: Die alte Sicht darauf, wofür L2s innerhalb von Ethereum „gedacht“ sind, reicht nicht mehr aus — das Ökosystem braucht einen neuen Weg.

Dazu kommt eine deutliche Frustration über „Copy-Paste“-Netzwerke: neue L2s, die beim Start kaum von dutzenden anderen EVM-Ketten zu unterscheiden sind und deren Wertangebot auf „Ethereum, aber billiger“ reduziert wird.

Das ist kein Angriff auf L2s als Kategorie. Es ist ein Aufruf zu echter Differenzierung und zu mehr Reife im Ökosystem. In dasselbe Bild gehört ein weiterer unbequemer Punkt: der Fortschritt hin zu vollständig dezentralen Rollups (oft Stage 2 genannt) war langsamer und schwieriger als viele erwartet hatten.

Warum das 2026 aufkam

1) Ethereum L1 skaliert, daher ist die Rollup-Rechtfertigung schwächer

Vitalik verknüpft die Diskussion mit der Idee, dass L1 bereits leistungsfähiger geworden ist und seiner Ansicht nach die Durchsatzsteigerung weitergeht (einschließlich einer Erhöhung des Gas-Limits auf der Roadmap). Vor diesem Hintergrund klingt „L2s müssen wegen grundsätzlicher Erschwinglichkeit existieren“ weniger überzeugend als früher.

2) Branded Shards traten nicht automatisch ein

Es war bequem, L2s als Ethereums gebrandete Shards zu betrachten: sicher, eng an L1 gekoppelt und in der Sicherheit weitgehend gleichwertig. In der Praxis unterscheiden sich L2s jedoch in Governance, Upgrade-Keys, Sicherheitsannahmen und der Geschwindigkeit, mit der sie strengere Dezentralisierungsziele erreichen.

3) Der Markt ist die immer gleiche Geschichte leid

Wenn es viele Netzwerke gibt und sie austauschbar wirken, wird der Grenznutzen von „noch einem“ verwässert. Das ist das „Copypasta“-Problem: Das Ökosystem lernte, schnell zu klonen, hat aber oft Schwierigkeiten zu erklären, warum ein Neustart für Nutzer relevant ist — und worin der eigentliche Vorteil liegt.

Was das für ETH als Asset bedeutet

Eine vereinfachte Logik aus dem letzten Zyklus war: Je mehr Aktivität auf L2s, desto besser für ETH. In Wirklichkeit ist der Zusammenhang nicht linear:

  • viel Aktivität bleibt innerhalb der L2s, sodass Nutzer L1 kaum direkt berühren;
  • der Markt bewertet Sicherheits-/Settlement-Wert anders als Nutzererlebniswert;
  • wenn L2s in der Praxis souveräner werden (effektiv separate Ökosysteme), beginnen sie als eigenständige Orte um Aufmerksamkeit und Liquidität zu konkurrieren.

Daher ist die praktische Frage für ETH 2026: Welche Arten von Aktivität und welche architektonischen Entscheidungen führen zu dauerhafter Nachfrage nach ETH — und welche blähen nur Nutzungskennzahlen innerhalb der L2s auf.

Was hier positiv für ETH sein könnte

  • Druck auf L2s mit geringem Substanzgehalt erhöht die Qualitätsanforderung: weniger Lärm, mehr zweckbebaute Netzwerke mit klarer Spezialisierung.
  • Wenn L1 weiter skaliert, stärkt Ethereum seine Rolle als Basis für Settlement und Sicherheit — eine Erzählung, die bei institutionellen Rahmenwerken tendenziell besser ankommt.


Was weiterhin ein Risiko für ETH bleibt

  • Fragmentierung von Liquidität und UX: Es ist „Ethereum“, aber Nutzer, Pools und Assets verteilen sich auf viele Netzwerke.
  • L2-Technologie- und Governance-Risiken: Das Ethereum-Label wird oft als Garantie behandelt, aber eine konkrete L2 kann eigene Ausfallpunkte, Upgrade-Risiken und Sicherheitskompromisse haben.

Was sollte ein Investor damit tun

Vitalik hat die L2s nicht abgeschafft. Er machte deutlich, dass das Ökosystem auf Autopilot lief: Starte eine weitere L2 und nehme an, sie stärkt automatisch Ethereum. 2026 verkauft sich das nicht mehr von selbst.

Für ETH geht es in dieser Debatte um Reife: weniger Glauben an Labels, mehr Augenmerk auf Infrastrukturqualität und darauf, wo tatsächlich Wert geschaffen wird. Wenn Sie investieren, hilft es, sich auf drei Dinge zu konzentrieren: Liquidität (und wo sie sich konzentriert), Routensicherheit (Brücken, Interoperabilität, Upgrade-Risiken) und eine realistische Verbindung zwischen Narrativ und der Art, wie Sie Kapital schützen oder vermehren wollen.

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Ethereum 2026: Warum Vitalik die L2-Erzählung dämpfte — Folgen für ETH | Hexn