So bauen Sie 2026 ein passives Portfolio auf: Anlageplan ohne Trading
Bildungsmaterial. Keine Finanzberatung.
Viele suchen ein Portfolio ohne Trading aus einem von zwei Gründen: entweder weil sie News und Kerzencharts satt haben, oder weil sie auf die harte Tour gelernt haben, dass mehr Geld dem Chaos als einem unperfekten Einstieg zum Opfer fällt.
Im Folgenden ein einfaches Framework für den Aufbau eines passiven Portfolios 2026 mit ETFs, mit klaren Regeln für DCA, Rebalancing und Gebührenkontrolle.
Schritt 1. Rolle des Portfolios und Zeithorizont festlegen
Beantworte drei Fragen — sie bestimmen deine Asset-Allokation:
- Zeithorizont: 1–3 Jahre, 5–10 Jahre oder 10+?
- Ziel: Kapitalwachstum, Vermögen erhalten und Ruhe bewahren, künftige Ausgaben?
- Risikotoleranz: Kannst du -20% auf dem Bildschirm sehen und nichts tun?
Das klingt grundlegend, aber hier entsteht eine realistische Allokation — und deine künftige Disziplin.
Schritt 2. Baue einen Kern mit breit gestreuten Index-ETFs
Passives Investieren funktioniert am besten, wenn der Kern einfach bleibt:
Option A: Globale Aktien
MSCI World UCITS ETF (oder ein ähnlicher globaler Index). Gut, wenn du breite Diversifikation mit im Wesentlichen einem Baustein möchtest.
Option B: US-Fokus
S&P 500 UCITS ETF. Oft gewählt wegen Liquidität und der Transparenz der US-Marktstruktur.
Für Anfänger ist es in der Regel einfacher, mit einem Aktienkern (World oder S&P 500) zu starten, als ein sich überlappendes „Zoo“ von Fonds zusammenzustellen.
Wichtige Regel: Wähle zuerst den Index (worauf du Exposition willst), dann die Hülle (UCITS-ETF) und erst danach das konkrete Ticker-Symbol.
Schritt 3. Einen Stabilisator hinzufügen: Anleihen und/oder Geldmarkt
2026 überdenken viele Anleger ihre Allokationen wegen des „higher for longer“-Zinsregimes. Für den passiven Anleger geht es nicht darum, Zinsen vorherzusagen — sondern Anleihen und Cash die richtige Rolle zuzuweisen.
Warum Anleihen in einem 2026-Portfolio wichtig sind
- sie verringern die Gesamtvolatilität,
- sie liefern „Rebalancing-Munition“,
- sie helfen, Aktien nicht zum denkbar schlechtesten Zeitpunkt verkaufen zu müssen.
In ETF-Begriffen siehst du das als Anleihen-ETFs 2026; in Risikobegriffen geht es um Duration (wie sensitiv Preise auf Zinsbewegungen reagieren). Wer weniger Schwankungen will, bevorzugt häufig kürzere oder mittlere Duration.
Eine Cash-Position kann ebenfalls beabsichtigt sein: kurzfristige Ausgaben, Rebalancing-Bedarf oder gestaffelte Einzahlungen. Hexn-Produkte mit regelmäßigen Auszahlungen können als ein ruhigerer Parkort für Kapital zwischen den Schritten genutzt werden.
Schritt 4. Entscheide, wie du mit Währungsrisiken umgehst
Eine der häufigsten Fragen betrifft das Währungsrisiko bei ETFs: Sollte ein in EUR investierender Anleger absichern?
Ungehedged: einfacher, meist günstiger, FX-Bewegungen beeinflussen die Ergebnisse (mitunter spürbar).
EUR-gesichert: reduziert EUR/USD- (und andere FX-)Volatilität, hat Kosten: Hedging-Kosten plus potenzielle Auswirkungen auf die Tracking-Differenz.
Für lange Horizonte bevorzugen viele aus Einfachheitsgründen ungehedgte ETFs; wenn FX-Schwankungen psychologisch belasten (insbesondere im Bond-Sleeve, wo FX die Stabilisatorrolle brechen kann), prüfen Anleger oft EUR-gesicherte ETFs.
Schritt 5. DCA einrichten
Ein sauberes DCA-Setup sieht so aus:
- ein fester Betrag,
- ein fester Zeitplan (wöchentlich/monatlich),
- Kauf der gewählten ETFs ohne den Plan wegen Schlagzeilen umzuschreiben.
Wenn du mehr Preiskontrolle willst, kombiniere DCA mit Limit-Orders: Du investierst trotzdem regelmäßig, versuchst aber, während dünner Handelszeiten oder News-Spikes nicht zu viel zu bezahlen.
Schritt 6. Das Portfolio rebalancen
Rebalancing ist der Grund, weshalb passive Strategien über Jahre funktionieren können.
Zwei gängige Ansätze:
Kalenderbasiert: quartalsweise / halbjährlich.
Schwellenbasiert: z. B. Rebalancing, wenn Aktien um ±5 Prozentpunkte vom Ziel abweichen.
Schritt 7. Berechne die echten Kosten (nicht nur TER)
Viele Anfänger wählen ETFs nach einem guten Namen und niedriger TER. Die echten Kosten sind jedoch die TCO (Total Cost of Ownership):
- TER (Gesamtkostenquote),
- Geld-/Brief-Spanne des ETFs,
- Broker-/Börsengebühren,
- Slippage,
- Steuern und FX-Konvertierung (falls zutreffend).
Eine weitere Kennzahl, die oft übersehen wird: Tracking-Differenz — die reale Abweichung des Fonds vom Index. Manchmal ist ein etwas teurerer Fonds dem Index näher und somit in der Ergebnisrechnung effektiver günstiger.
Beispielhafte passive Portfolios für 2026
Konservativ
- 40% Aktien (MSCI World / S&P 500 UCITS)
- 50% Anleihen / Anleihen-ETFs (kürzere Duration)
- 10% Geldmarkt / Cash
Ausgewogen
- 60% Aktien
- 35% Anleihen
- 5% Cash-Puffer
Aggressiv
- 80–90% Aktien
- 10–20% Anleihen/Cash (hauptsächlich als Rebalancing-Puffer)
Fazit
Ein passives Portfolio 2026 ist ein einfacher ETF-Kern, eine klare Anleihen/Cash-Allokation, konsequentes DCA und ruhiges Rebalancing. Hexn Einlagen mit fester Rendite und regelmäßige Auszahlungen können als praktischer Puffer in die Strategie integriert werden — sie helfen, Kapital zwischen DCA-Tranchen und Rebalancing-Zeitpunkten weiterarbeiten zu lassen.