Round-Trip-Trading verstehen
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Round-Trip-Trading verstehen

Alice Cooper · 28. August 2025 · 2m ·

Round-Trip-Trading ist eine unethische Methode, bei der Wertpapiere am selben Tag oder zwischen Unternehmen gekauft und verkauft werden, um den Anschein hoher Handelsaktivität zu erwecken. Legitimen Händlern sind manipulative Verhaltensweisen fremd. Akzeptable Round-Trip-Geschäfte umfassen Swaps zwischen Institutionen und unterscheiden sich vom täuschenden Round-Trip-Trading.

Grundlagen

Round-Trip-Trading ist eine unethische Marktmanipulationstechnik, die eine Reihe von Wash-Trades (Scheingeschäften) umfasst. Diese Praxis beinhaltet das wiederholte Kaufen und Verkaufen von Wertpapieren, um das Handelsvolumen und Bilanzkennzahlen aufzublähen und so das Interesse an einer Aktie zu manipulieren. Sie trat in verschiedenen großen Skandalen zutage, unter anderem beim Zusammenbruch von Enron. Legitime Investoren beteiligen sich nicht an solchen manipulativen Praktiken.

Ein genauerer Blick auf Round-Trip-Trading

Bei dieser Praxis wird der Eindruck hoher Handelsaktivität erzeugt, ohne dass tatsächlich Einnahmen oder Gewinne für das Unternehmen hinter dem Wertpapier erzielt werden. Round-Trip-Trading wird auch als Churning oder Wash-Trading bezeichnet. Diese täuschende Praxis kann auf verschiedene Weisen erfolgen, etwa wenn ein einzelner Händler das Wertpapier am selben Tag kauft und verkauft oder zwei Unternehmen Wertpapiere miteinander handeln.

Es ist wichtig, Round-Trip-Trading von legitimen Praktiken zu unterscheiden, wie sie etwa Pattern-Day-Trader anwenden, die häufig mehrere Transaktionen am selben Tag ausführen. Legitimen Händlern werden jedoch bestimmte Kriterien auferlegt, etwa ein Mindestguthaben von mindestens $25,000 im Konto und die Angabe von Nettogewinnen oder -verlusten als Einkommen.

Akzeptable Round-Trip-Geschäfte umfassen Swap-Geschäfte, die bei Institutionen wie Geschäftsbanken und Händlern mit Derivaten üblich sind. In solchen Fällen werden Wertpapiere an eine andere Partei verkauft mit der Vereinbarung, dieselbe Menge zu demselben Preis in der Zukunft zurückzukaufen. Im Gegensatz zum täuschenden Round-Trip-Trading werden bei dieser Art von Handel weder Volumenstatistiken noch Bilanzwerte aufgebläht.

Beispiel für Round-Trip-Trading: Enron

Der Zusammenbruch von Enron 2001 ist ein bekanntes Beispiel für Round-Trip-Trading. Das Unternehmen nutzte außerbilanzielle Zweckgesellschaften, um wertvolle Aktien gegen Bargeld zu bewegen und so einen trügerischen Eindruck von Profitabilität zu erzeugen, während Vermögenswerte in den Bilanzen verschleiert wurden. Trotz dieser Illusion traten Enrons tatsächliche finanzielle Probleme schließlich zutage, was zu Untersuchungen durch die SEC und Strafverfolgungen gegen Schlüsselpersonen, darunter hochrangige Mitarbeiter, führte. Die für Enrons Buchführung verantwortliche Wirtschaftsprüfungsgesellschaft wurde ebenfalls wegen Vernichtung relevanter Beweismittel zur Rechenschaft gezogen.

Fazit

Round-Trip-Trading ist eine unethische Praxis, die den Anschein hoher Handelsaktivität erweckt und Bilanzen aufbläht. Legitime Händler meiden manipulative Verhaltensweisen, während täuschendes Round-Trip-Trading in großen Skandalen wie Enron eine Rolle spielte. Als Anleger ist es wichtig, die Unterschiede zwischen legitimen und unethischen Handelspraktiken zu kennen, um fundierte Entscheidungen zu treffen und betrügerische Aktivitäten am Markt zu vermeiden.

Round-Trip Trading
Enron
Securities and Exchange Commission (SEC)