Optionen sind mächtige Finanzinstrumente, mit denen Trader auf Marktrichtungen spekulieren, Positionen absichern und Einkommen erzeugen können. Dieser Leitfaden erklärt die Kernkonzepte, die Sie zum Einstieg kennen müssen.
Eine Option ist ein Finanzvertrag, der dem Käufer die Wahl gibt, einen Basiswert (z. B. Bitcoin oder ETH) zu einem festgelegten Preis an oder bis zu einem bestimmten Datum zu kaufen oder zu verkaufen.
Das Schlüsselwort ist Wahl. Sie können eine potenzielle zukünftige Transaktion sichern, ohne gezwungen zu sein, sie durchzuführen. Stellen Sie sich vor, Sie zahlen eine kleine Gebühr, um sich ein Konzertticket zu einem festen Preis zu reservieren. Später können Sie entscheiden, ob Sie das Ticket kaufen, Ihre Reservierung weiterverkaufen oder sie einfach verfallen lassen, falls die Band ihre Tour absagt.
Ein Optionsvertrag legt den vereinbarten Preis (Ausübungspreis/Strike) und das Datum fest, an dem das Recht verfällt (Verfallsdatum). Der Vertrag erlaubt dem Inhaber, unter diesen Bedingungen zu kaufen oder zu verkaufen, im Austausch für eine vorausbezahlte Gebühr, die Prämie genannt wird.
Alle Optionen basieren auf zwei Grundtypen: Calls und Puts.
Eine Call-Option gibt dem Inhaber das Recht, den Basiswert zum Strike-Preis bis oder am Verfallsdatum zu kaufen. Trader kaufen Calls, wenn sie steigende Preise erwarten, weil ein höherer Marktpreis den potenziellen Gewinn der Call-Option erhöht.
Eine Put-Option gewährt das Recht, den Basiswert zum Strike-Preis bis oder am Verfallstag zu verkaufen. Puts sind nützlich, wenn Sie fallende Preise erwarten oder eine Long-Position gegen Abwärtsrisiken absichern möchten.
Optionen gibt es für viele Asset-Typen, einschließlich:
Sie müssen eine Option nicht bis zum Verfall halten. Verträge ändern ihren Wert, wenn sich Marktbedingungen und die Zeit bis zum Verfall verändern. Viele Trader kaufen daher eine Option und verkaufen den Vertrag später am Markt, um Gewinne zu sichern oder Verluste zu begrenzen, ohne ihn je auszuüben.
Das Verfallsdatum definiert die Frist, in der das durch die Option gewährte Recht ausgeübt werden kann. Je nach Markt können Verträge in Wochen, Monaten oder sogar Jahren verfallen.
Der Strike-Preis ist der feste Preis, zu dem der Optionsinhaber den Basiswert kaufen (Call) oder verkaufen (Put) kann. Das Verhältnis zwischen Strike und aktuellem Marktpreis bestimmt weitgehend den Wert der Option.
Die Prämie ist das, was Sie zahlen, um den Vertrag zu erhalten. Sie spiegelt den aktuellen Marktpreis, die verbleibende Laufzeit bis zum Verfall, das Strike-Niveau und die erwartete Preisvolatilität wider. Lassen Sie den Vertrag verfallen, ist die Prämie der Betrag, der riskiert wurde.
Jeder Optionsvertrag deckt eine festgelegte Menge des Basiswerts ab. Bei Aktienoptionen ist das oft eine bestimmte Anzahl von Aktien, während Krypto- oder Indexoptionen unterschiedliche Nominalgrößen verwenden können. Prüfen Sie immer die Vertragsbedingungen vor dem Handel.
Diese Bezeichnungen beschreiben, wo der Strike im Verhältnis zum Marktpreis liegt:
Die Greeks sind Kurzmaße, die zeigen, wie der Optionspreis auf verschiedene Faktoren reagiert:
Optionen werden allgemein in zwei Stilen angeboten.
Amerikanische Optionen können jederzeit bis zum Verfall ausgeübt werden und bieten so Flexibilität.
Europäische Optionen können nur am Verfallsdatum ausgeübt werden.
Einige Märkte verwenden auch Barabrechnung, bei der der Nettowert in Geld ausgeglichen wird, statt den Basiswert zu liefern, was die Abwicklung für viele Trader vereinfacht.
Optionen können Ihr Werkzeugkasten erweitern, um Markteinschätzungen auszudrücken, Risiken zu managen oder Einkommen zu generieren. Sie bergen aber auch Risiken: Prämien können verloren gehen, Hebel können Verluste verstärken und die Komplexität kann Exposures verschleiern. Vor dem Handel sollten Sie Vertragsbedingungen, Preisbildung und mögliche Nachteile jeder Strategie genau verstehen.